Geschichte

Die PAU ist das Institut der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung (DPV), die ihrerseits Zweig der Internationalen Psychonalytischen Vereinigung (IPA) ist. Die IPA, ihre Zweiggesellschaften und Mitglieder in Europa, Nord- und Südamerika, Asien, Afrika und Australien bemühen sich darum, die psychoanalytische Erfahrungen und Erkenntnisse weiter zu entwickeln und in einer modernen Ausbildung zu vermittelt.

Die IPA ist die weltweit bedeutsamste und größte wissenschaftliche Vereinigung zur Förderung der Psychoanalyse und ihrer Anwendungen in Theorie und Praxis. Sie wurde 1912 von Sigmund Freud als IPV gegründet und umfasst die wesentlichen Strömungen, Schulen und Entwicklungen der nun über 100jährigen Psychoanalyse.

Einer der ältesten Zweige der psychoanalytischen Bewegung war bis zur Vertreibung der Psychoanalyse im Nationalsozialismus die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPG). Um nach Nationalsozialismus wieder Anschluss an den internationalen Standard zu finden, wurde 1950 in Berlin zuerst von einer kleinen Gruppe die DPV neu gegründet, die in den folgenden Jahren von emigrierten und andern IPA Kollegen großzügig unterstützt wurde und schnell wuchs.
Mit dem Start der Universität Ulm 1967 und Gründung der Abteilung für Psychotherapie (Prof. Dr. med. H.Thomä) und des Psychosozialen Zentrums der Universität, wurde auch das sog. Ulmer Institut der DPV, die Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Ulm (PAU) gegründet. Die PAU war eines der ersten DPV Institute im Süddeutschland. Prof. Thomä, der die Uni-Abteilung Psychotherapie bis 1990 leitete, war Gründungsvorsitzender der PAU.

Etwas später wurden auch die jetzt grösseren Nachbarinstitute der DPV Stuttgart-Tübingen und München gegründet, mit deren Mitglieder wir im Kontakt stehen.

Viele in andern Orten und international aktiven Psychoanalytiker wurden am Ulmer Institut ausgebildet oder waren hier tätig: Prof. Thomä, Prof. Kächele, Prof. Henseler, Prof. Radebold, Prof. Ohlmeier, nur um herausragendste zu nennen. Bedeutende regelmässige Gäste im Lauf der Jahre waren Wolfgang Loch, John Klauber, Merton Gill und Ilse Judas, John Kafka, Robert Emde, Lotte Köhler und andere mehr.

Die PAU ist aktiv in Austausch, so finden jährlich seit 30 Jahren das psychoanalytische Winterseminar im Februar/März und die Forschungswerkstatt der Klinik Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (frühere Abteilung für Psychotherapie) im Juni statt. DPV Frühjahrstagungen richteten wir 1972, 1978, 1992 (25 Jahre PAU) sowie 2004 aus.

Also: 105 Jahre Psychoanalyse, 55 Jahre DPV und nun 38 Jahre PAU in Ulm.